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Nestlé, Cargill und ADM in Kalifornien wegen Kindersklaverei vor Gericht

Arne Homborg
(02.02.2014)
Drei inzwischen erwachsene ehemalige Kindersklaven aus Mali haben das Recht zugesprochen bekommen ihre Zivilklage gegen Nestlé, Cargill und Archer Daniels Midland (ADM) vor ein kalifornisches Gericht zu bringen. Die drei Männer aus Mali waren in den 1990er Jahren in die Elfenbeinküste gekommen und hatten dort unbezahlt auf Kakaoplantagen gearbeitet die auch die drei Konzerne belieferten. Diesen wird jetzt Beihilfe vorgeworfen. Grundlage für die jetzt zugelassene Klage ist ein Gesetz, dass es erlaubt Bürger vor einem US-Gericht zu verklagen die im Ausland Menschenrechtsverbrechen begangen haben. 2010 war die Klage zunächst abgewiesen worden, mit der Begründung, dass das Gesetz keine Klagen gegen Unternehmen zuließe. Über die Frage der Zulässigkeit dürfte auch trotz der neuen Entscheidung weiter gestritten werden. Darüber hinaus dürfte es für die ehemaligen Kindersklaven, trotz Unterstützung durch die nichtregierungs Orangisation Global Exchange schwer werden zu Beweisen, dass die Konzerne in irgendeiner Weise direkte Kenntnis oder Einfluss auf die Vorgänge auf den Plantagen hatten. Nur dann bestände auch die Möglichkeit einer Verurteilung.