Schokoladenhersteller DreiMeister ist nicht mehr zu Retten

Nach 53 Jahren ist Schluss in Werl - 101 MitarbeiterInnen verlieren ihre Arbeitsstelle
3. Juli 2026 durch
Arne Homborg

53 Jahre Lang hat DreiMeister in Werl im Kreis Soest Schokoladenartikel und Pralinen produziert und deutschlandweit sowie in bis zu 20 weiteren Ländern vertrieben. Wie berichtet hatte DreMeister im Mai diesen Jahres Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. Diese ist laut Insolvenzverwalter Michael Schütte gescheitert. Es gab zwar potenzielle Investoren, aber die Banken haben weitere Kredite verweigert, woraufhin auch die Investoren absprangen. Den 101 verbliebenen MitarbeierInnen wurde jetzt gekündigt.

Zum falschen Zeitpunkt investiert

Einer der Gründe für die Insolvenz war laut Insolvenzverwalter der Zeitpunkt einer großen Investition. 2024 hatte DreiMeister seine Kapazitäten deutlich erweitert und setzte auf steigende Umsätze. Aber in 2024 explodierten auch die Preise für Kakaobohnen. Zeitweise musste das fünffache des vorherigen Preises bezahlt werden. Wie bei den meisten Herstellern führte das zu Absatzeinbußen und geringeren Margen, an Wachstum war nicht mehr zu denken. „Einen ungünstigeren Zeitpunkt hätte es nicht geben können.“ stellte Michael Schütte fest.

In den nächsten Wochen erfolgt die Abwicklung von DreiMeister, Warenbestand und Maschinen werden verkauft um Forderungen der Gläubiger zu bedienen.

Arne Homborg 3. Juli 2026
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