Die DreiMeister Spezialitäten GmbH aus Werl hat Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. Wie das Amtsgericht Arnsberg am 21. Mai mitteilte wurde dies vorläufig genehmigt und der Wirtschaftsjurist Michael Schütte (Kanzlei Eckert Rechtsanwälte Steuerberater Partnergesellschaft mbB) zum vorläufigen Sachwalter bestellt. Der geschäftsführende Gesellschafter Markus Luckey plant den Geschäftsbetrieb in vollem Umfang weiterzuführen und den bereits begonnen Restrukturierungsprozess für eine Neuaufstellung der Firma zu nutzen. Bei der Zahl der betroffenen Arbeitsplätze war zunächst in der Presse von 150 die Rede, wie es auf der Webseite des Unternehmens hieß. DreiMeister spricht jetzt selbst nur noch von 110 betroffenen Arbeitsplätzen, zwischenzeitlich wurde die Mitarbeiterzahl offenbar bereits reduziert.
Gerüchte über Probleme bei DreiMeister gab es schon länger, so setzte das Unternehmen bereits auf Kurzarbeit. Entstanden sein sollen die Probleme laut Luckey durch gestiegene Kosten für Rohstoffe, Energie und Personal, sowie die schwache Konjunktur. Er sieht das Unternehmen mit seiner Eigenmarke, dem Private-Label-Geschäft und dem breiten Vertrieb über Sportvereine (z.B. Eintracht Frankfurt, HSV), Fachhandel und große Lebensmittelketten gut Aufgestellt. Man habe bereits durch Investitionen in die Automatisation und Serienproduktion das Unternehmen breiter aufgestellt und modernisiert, nun müsse man die Kostenstruktur intensiv angehen.
DreiMeister wurde 1973 als Hersteller von Pralinen und Trüffeln gegründet. Gründer war Hans Schröder, der bereits seit den 1950er-Jahren das Café-Schröder in Werl betrieb. Im Laufe der Jahre wuchs DreiMeister zu einem deutschlandweiten Lieferanten für den Fach- und Lebensmittelhandel. Heute wird laut DreiMeister auch in rund 20 Länder Weltweit exportiert.
Foto: DreiMeister
Schokoladenhersteller DreiMeister meldet Insolvenz