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Gentechnik-Schokolade von Nestlé illegal auf dem Markt

Arne Homborg
(27.05.2010)
Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat in mehreren deutschen Lebensmittelgeschäften Schokoladenprodukte mit gentechnisch veränderten Zutaten entdeckt. Betroffen sind zwei Schokoladenriegel des Schweizer Nestlé Konzerns. Die Riegel enthalten Gen-Soja beziehungsweise Gen-Mais und sind nicht wie in Europa vorgeschrieben entsprechend gekennzeichnet. Betroffen sind die beiden Riegel „Butterfinger“ und „Baby Ruth“. Verkauft werden die Riegel bei Karstadt/Perfetto, Edeka, REWE, sowie an Tankstellen, Kiosken, Videotheken und im Internet. Nestlé behauptet in einer Stellungnahme, diese Riegel für den us-amerikanischen Markt hergestellt zu haben und entsprechend den dortigen Gesetzen gekennzeichnet zu haben. Der Import nach Europa soll durch eine Firma erfolgt sein die von Nestlé unabhängig ist.

Gen-Schokolade von Hershey legal auf dem Markt

In den USA sind über 90 % des angebauten Sojas und über 85 % des Maises gentechnisch verändert und so enthalten die meisten Lebensmittel dort auch gentechnisch veränderte Zutaten. Gekennzeichnet werden muss das in den USA nicht. Der US-Schokoladen Hersteller Hershey vertreibt einige seiner Produkte auch in Europa. Im Gegensatz zu den Produkten von Nestlé sind diese aber als „Gen-Produkte“ gekennzeichnet. Mit Gen-Zucker, Gen-Mais und Gen-Soja, kann man bei Hersheys „Reese's Peanut Butter Cups“ und „Nutrageous“ gleich drei gentechnisch veränderte Zutaten zu sich nehmen.